Traditionell steuerte einer der Vorschoter, oder jemandem, der sonst keine Regatten segelt.
Bei sonnigem, spätsommerlich warmen Wetter und böigen südöstlichen Winden führte uns der Kurs am westlichen Havelufer bis zur grünen Fahrwassertone 33 hinter der Pfaueninsel und östlich der Pfaueninsel zurück bis zum Ziel vor Breitehorn.
Früh setzen sich die Führenden ab. Ihnen war gelungen, den „Schlauch“, die Havelenge beim Grunewaldturm, ohne oder mit wenig Wenden zu passieren. So rundete die GER 730 als Führende die Wendemarke.
In der Windabdeckung galt es dann bei umspringenden Böen die Enge bei der Fähre zu meistern. Deren Schiffsführer wartete geduldig ab, bis das Feld passiert hatte. Den Ausflüglern auf beiden Uferseiten bot sich ein Wimmelbild. War die Pfaueninsel passiert, galt es noch das Flach östlich von Kälberwerder zu umschiffen, um dann die beiden roten Fahrwassertonnen 18 und 16, die an Steuerbord zu lassen waren, zu identifizieren. Gar nicht so einfach auszumachen, zwischen all den Schiffen, die mit uns den herrlichen Tag nutzten. Achim Poppe wagte das Husarenstück, über das Flach zu fahren, es gelang und er wurde Fünfter.
Wir hatten herrliches Segeln auf Havel und Wannsee:
Acht Wettfahrten an drei Tagen bei Wind und hochsommerlichen Temperaturen. Schöner geht nicht.
Eine etwas längere Bahn und eine Runde weniger hätten das Segeln allerdings etwas weniger konfliktträchtig gemacht.
Bratwurst am ersten und Burger Buffett am zweiten Abend rundeten das Programm an Land ab.

Foto: Uta Schubert
Wir hatten einen kühlen, feuchten und sehr stürmischen „Sommer“-Cup des SCAhoi.
Folkeboot-Wetter! Die Korsare, mit denen wir uns die Bahn geteilt haben, hatten zu kämpfen. Überall über die Bahn verteilt gekenterte Korsare.
Bei den Folkebooten hat unser Berliner Meister Ralf Strzelecki mit einem Mitsegler von Stefan Klabunde an Bord gewonnen, vor der leichtgewichtigen Familien-Crew Andreas und Katja Blank mit Tochter Lena. Dritter wurde Andreas Haubold mit Crew. Sabine Knegendorf segelte, wie immer zu zweit, und wurde 4., Pepe Schumann GER 555 wurde 5ter und Yvette mit Boot und Crew von Bruder Lars 6te.

Bericht & Foto: Uwe Herrwagen
Gewinner des Gothenschildes 2026 in Stefan Klabunde mit Crew.
Herzlichen Glückwunsch
Bei herrlichem Wetter und launig umspringenden Winden aus WNW konnten wir endlich unsere erste Folkeboot Regatta in diesem Jahr auf heimischem Revier segeln.
Das Teilnehmerfeld war übersichtlich, 13 Folkeboote und 5 Starboote.
Der Schleipokal 2026 bot am Samstag perfekte Bedingungen für spannendes Folkeboot‑Segeln. Bei 4 Bft, in Böen 5, und stark drehenden Winden zwischen 250° und 305° wurden vier anspruchsvolle Wettfahrten gesegelt – echtes Wasserschach auf der Schlei. Die Wettfahrtleitung überzeugte mit präzisen, zackigen Abläufen, und der Abend klang bei einer Grillage im Sommerwetter aus.
Der Sonntag brachte dann die komplette Kehrtwende: Flaute, keine weiteren Wettfahrten.
Trotzdem bleibt der Gesamteindruck eindeutig: erstklassige Organisation, gute Stimmung und ein gewohnt herzliches Schleswig‑Wochenende.
🏆 Ergebnisse – Folkeboot (Top 3)
- Platz 1 – Evergreen (DEN 703) — Steuermann Per Jørgensen, Vorschoter Kristian Hansen & Henrik Holk
- Platz 2 – Till (GER 417) — Steuermann Jürgen Breitenbach, Vorschoter Horst Dittrich & Hans‑Joachim Meyer
- Platz 3 – Ylva (GER 739) — Steuermann Ulf Kipcke, Vorschoter Kathrin Martens & Gero Martens
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